Nicht mehr lange, dann ist Mai – und mit dem Wonnemonat beginnt auch die Erdbeersaison. Doch Erdbeere ist noch lange nicht gleich Erdbeere. Eigentlich reifen die süßen Früchte in Deutschland erst ein wenig später, doch intensive Landwirtschaft und die Überwindung weiter Transportwege machen die Schlemmerei bereits im Frühjahr möglich. Hingegen: Sehr ökologisch ist das nicht.
Erdbeeren von außerhalb Deutschlands werden normalerweise unreif geerntet, damit sie auf den langen Transportwegen nach Deutschland nicht verderben. So wird mit den Erdbeeren vor allem kostbares Wasser durch Europa transportiert. Pro Kilo Erdbeere sind das ganze 276 Liter der klaren Flüssigkeit. Das bedeutet nicht nur mehr Abgase und Wasserverschwendung, sondern gleichzeitig auch schlechtere Qualität aufgrund weniger Frische, weniger Geschmack und weniger Inhaltsstoffen.
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h3>Es lohnt sich, auf deutsche Erdbeeren zu warten
Sie sind nicht nur gesünder und umweltfreundlicher, sondern schmecken auch einfach besser. Doch jede zweite Erdbeere in Deutschland ist mittlerweile Importware. Wer bereits im Januar die spanischen Beeren kauft, kauft neben der Frucht auch Pestizide und das künstliche Wasser, das während der Produktion nicht nur gebracht, sondern auch verschmutzt wurde. 276 Liter Wasser wird pro Kilo Erdbeere in Form von Regen, Bewässerung, Abwasser und Verdunstungsverlusten benötigt. Hier gilt es vor allem, sich vor Augen zu führen, dass Deutschland Früchte importiert, die es selber hat – und zwar aus Ländern, die sich den Anbau wiederum aufgrund von Wassermangel eigentlich nicht leisten kann. Hinzu kommt, dass die spanischen Anbauregionen ohnehin schon von Dürreperioden geplagt sind. Doch um den Erdbeerhandel lukrativ zu machen, wird selbst illegal aus einem spanischen Nationalpark Wasser entwendet, das eigentlich Lebensgrundlage von Millionen von Zugvögeln ist. Bei nächsten Erdbeerkauf also bitte genau auf das Herkunftsland achten.
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